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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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Menge von Polypengehäuscn, daß man ihn in England darnach Koral-len - Trüm in crgc st ein (Loii,I-rgA) zu nennen pflegt. Aber nichtbloß die Menge dieser organischen Reste, auch das Auftreten neuer, sonder-barer Formen rechtfertigen die allgemeine Beachtung, welche der Kalksteindes oberen Jura besonders in neuerer Zeit gefunden hat. Seine oberstenSchichten werden nämlich sehr deutlich schieferig, und liefern dadurch dasMaterial zu den lithographischen Darstellungen, welche so allgemeines In-teresse bei ihrem ersten Auftreten erregten, und mit Recht noch jetzt durchdie hohe Vollendung, welche inan ihnen gegeben hat, erwecken. DieGegenden von Pappenheim und Solenhofen bei Eichstädt ander A l t m ü h l und die Ufer der W e r n i tz bei Nördlingcn und Do -nauwcrth sind die Hauptbruchorte dieses wichtigen, auf Deutschland be-schränkten Gesteins; sie gewähren uns nicht bloß daS für die technische Be-nutzung brauchbare Material, sondern auch einen Reichthum an charakteri-stischen Versteinerungen, welcher seines Gleichen nicht findet, weshalb derlithographische Kalkstein zu den interessantesten Fundorten fossiler Orga-nismen überhaupt gehört. In ihm ruhen die Reste einer fliegendenEidechse, Illoimliun^Ius genannt, deren Fittigc den Flcdcrmausflügelngleichen, aber bloß von dem fünften Finger der Vordcrglicdmaßcn ausgc-spannt wurden. Dieser Finger, bei allen anderen Thiercn der kleinste, er-reicht beim lltorocloct^Ius die doppelte Länge des Rumpfes und ragt weitvorwärts geschoben über die vier anderen Zehen eben so viel hervor. Min-der merkwürdig, als dieses sonderbare Geschöpf, welches durch das Räthsel-haste seines Baues den Naturforschern viel zu schaffen gemacht hat, sindzahlreiche Krebse, abweichend in mehreren Punkten von den heutigen,und Insekten, besonders Wasserjungfern, die den jetzigen schonmehr gleichen. F i s ch e und Schildkröten kommen zu diesen Thiercnnoch hinzu und zeigen, gleich den vorigen, einen stets gleichmäßigen Fort-schritt der Organisation mit dem Boden, der sic trug oder ihnen als Tum-melplatz diente.

Den Schluß dcS oberen Jura macht übrigens in England kein Schie-fer, sondern cs folgt dem Lörick-,'!,» ein bis 600 Fuß mächtiges bituminösesMergel- und Thonlager, welches nach seiner Hauptstclle Kimmri dg erThon genannt wird, und analog auch auf dem Fcstlandc in Frankreich,wie in der Weser kette (Profil, k.) beobachtet wurde, aber dem baierschenoder schwäbischen Jura nicht eigen ist. Darüber liegt als oberstes Gliedeine mehr homogene Kalkschicht von hcllweißcr Farbe, welche nach ihremHauptbruchplatzc den Namen des Portlandstcincs (Poriluiicl-stono)