Druckschrift 
Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
Entstehung
Seite
239
Einzelbild herunterladen
 

salzlageru gewissermaßcu als eine luehr abgeschlossene Gruppe zu betrachten;sie wird darnach von einigen Geologen mit dem Namen der Salzgruppebelegt, von anderen als Trias bezeichnet. Die am weitesten verbreiteteund gleichförinigste Abtheilung derselben ist die unterste, der WO100»Fuß mächtige bunte Sandstein, ein inniges Gemisch feiner allermeistkrystallinischer Quarzkörncr, die sich mitunter auf Klufträumen zu Drusengrößerer Krystallc auöbilden, und überall, wo die rothc Farbe auftritt,durch eisenhaltigen Thon als spärliches Bindemittel zusammengcfügt wer-den. Die gewöhnliche Abstufung des Kolorits ist ziemlich hellrotst, odersehr dicht Heller und dunkler gestreift; nicht selten wird die ganze Massedunkler braunrotst, viel seltener gelblich und am häufigsten rein weiß. Dannfehlt das thonige Bindemittel gänzlich, denn die Quarzkörnchen sind stetsrein, wasserklar und ungefärbt. Während diese bunteren Schichten inden oberen Teufen vorherrschen, nimmt die unterste in größerer Gleichförmig-keit und Mächtigkeit verbreitete Abthcilung im Ganzen eine sehr dunkleFarbe an, und zeigt neben Schichten ciscnrothen schieferigen Thones undgrober Quarzgcschicbc, welche den sedimentären Ursprung des Gesteins un-zweifelhaft verkünden, dichtere krystallinische Quarzmasscn, deren gestattetesAnsehen leicht zur Annahme feuriger Einwirkungen verleiten könnte. Sehrmerkwürdig sind darin schwarze Kugeln von Erbscngrößc und weichem Ge-füge, welche beim Herausnehmen leicht zerfallen, Manganoryd enthalten,und bei größerem Umfangt aus mehreren concentrischcn Schichten bestehen.Sie bilden die meist in dünnen Lagen verbreiteten Tiger fand steine.Ter Mangel aller und jeder Versteinerung in dieser unteren Abthcilung istwohl zu beachten, noch mehr aber die abweichende Lagerung, in welcher sieörtlich, z. B. in den Vogesen, auftritt; und daher als Vogcscusaud-st c i n unterschieden wird. Ihn rechnen M urchiso n und deVcrncuilzum Pcrmschcn System. In der oberen, mannigfaltiger gefügten, aber

welches den Fuß des Kiffhänsers »ach Südostcn umglebt. Besonderes Interesse errege»die beiden Vcrwerfnngslinien, von denen die südliche nördlich von Gotha, zwischen den,Thalc der Leina und Nesse streicht, der Hauptrichtung des Thüringer Waldes folgend,die nördliche den Fuß des Fa h »er Berges, der sich nach Erfurt in gleicher Richtunghinzicht, bezeichnet. Diese Verwerfungen und die ihnen gleichförmig oder parallel angc-reiheten Erhebungen, von denen eine, dcnKrahnberg westlich von Gotha darstellend,im Holzschnitt angcdcutct ist, haben die Unebenheiten der anfangs gleichförmigen thüringi-schen Mulde veranlaßt und sic in eine von breiten Flnßthälern durchzogene hügelige, mit-telst Hochflächen begrenzte Ebene verwandelt. Man vcrgl. hierüber die schon (S. NMNote 8) erwähnte lehrreiche Schrift von H. Crcdncr.