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durchgcgangcn. In diesen peripherischen Gaskugeln kehrte nämlich, wcnirsic groß genug an Umfang waren, um der Ccntrifugalkraft ihrer Aequato-rialtheile das Ncbergcwicht über die Anziehung ihres Kernes cinräumen zumüssen, die Tendenz zur Gürtclbildung zurück; cs entstanden selbstständigeRinge, welche sich nach den früher mitgcthcilten Gesetzen zu Kugeln sormir-tcn, und den Unterschied von Planeten und Trabanten bewirkten.Kleinere Planeten ließen es zu einer solchen Gürtclbildung nicht kommen,während größere mehrere Gürtel über einander absctztcn, von denen vielleichteinige noch heute nicht zu Kugeln sich gestaltet haben; denn dafür scheintder mehrfache Ring am Saturn zu sprechen. —
Die vorgetragcnc Ansicht von La place und Kant Harmonirt nunvollkommen mit den früher besprochenen Dichtigkcitsuntcrschiedcn der Pla-neten (S. 136), und hat in ihnen eine nicht minder sichere Stütze, als inder übereinstimmenden Richtung ihrer Bewegungen. Denn da im ganzenGasball eine fortdauernde Verdichtung durch Massenanziehung stattfand,so mußten natürlich die inneren Theilc desselben aus dichteren Schichtenbestehen, als die äußeren, die unteren Planeten also, welche aus diesenGürteln dichterer Materien entstanden, eine größere Dichtigkeit besitzen, alsdie oberen, welche sich aus den zuerst abgesonderten äußeren Gürteln leich-terer Stoffe gebildet hatten.
Wenn auf solche Weise die Entwickelung des Gasballcs, dem unserSonnensystem zur Grundlage diente, vorgegangen ist, so fragt es sich da-gegen noch sehr, wie der Gasball selbst sich bildete, und was für ein Urzu-stand seiner Eristcnz- in abgesonderter Form voranging, lieber diese FrageistLap lace mit Stillschweigen hinweggcgangen, obwohl ihre Beantwor-tung eine nicht geringe Wichtigkeit hat. Sic geht übrigens aus seinerTheorie auch ziemlich ungezwungen hervor, wenn man annimmt, daß der-selbe Anfang, welcher für unser Sonnensystem zulässig erschienen ist, auchfür die übrigen Weltkörpcr und ihre Systeme Geltung haben könne, ja daßer selbst Geltung haben müsse, wenn wir die Einheit des Planes in derWeltordnung statuiren. Bei dieser Voraussetzung ist cs kein Sprung inder Sehlußrcihc, anzunchmen, daß der ganze Weltraum ursprünglich ho-mogen mit höchst fein zerthcilten dunstförmigen Substanzen, den Substratender gegenwärtig zu Weltkörpcrn verdichteten Materie, ungefüllt war. Ebendieser feinen Zerthcilung wegen rcagirten die einzelnen Bcstandthkilc nochnicht auf einander, alles blieb in chaotischer Mischung regungslos stehen,bis irgendwo durch erste Massenanziehung die Anlage zu einer Differenzin der Materie und dadurch zu einer Wirkung der differenten Bestandthcilc