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Geschichte der Schöpfung : eine Darstellung des Entwicklungsganges der Erde u. ihrer Bewohner ; für die Gebildeten aller Stände
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trümmern niederseßte. Ebenso große Verwüstungen richtete bas vonmächtigen, aufgcthürmten Meercswogen begleitete Erdbeben am 28. Otto-ber 1746 zu Lima an. Hier zählte man binnen 24 Stunden gegen200 Stöße. Nach dem ersten heftigsten von allen, der Abends 10'/« Uhrstatthattc, schwoll das Meer in der Nacht angeblich 80 Fuß über seingewöhnliches Niveau und vernichtete die Hafenstadt Callao mit ihre»5000 Bewohnern so vollständig, daß nach dem Rücktritt des Wassers nurnoch die Grundmauern der Festungswerke sichtbar waren. Mehrere Schiffe,die im Hasen lagen, fluthcten über die verschlungenen Häuser weg, undvier strandeten eine Stunde landeinwärts zwischen Landhäusern und Gärten.Ihre Mannschaften waren fast die einzigen Geretteten.

Bewegungen des Oecans, die von Erdbeben herrühren, bemerkt manübrigens nicht bloß an den Küsten, sondern selbst auf offenem Meere. Undgewiß sind dieselben hier gar nicht selten, aber nur zufällig hat ein geradein der Nähe befindliches Schiff Gelegenheit, sie zu beobachten. Eine solchebot sich dem bekannten Reisenden Shaw bar, als er auf einem AlgierschenSchiffe daö Mittelmccr im Jahre 1 724 (der Tag ist nicht angegeben; sichedessen Reisen 1. Bd. S. 303) befuhr. Man empfand drei heftige Stößehinter einander und Erzitterungen des Schiffes, wie wenn große, 30 Ton-nen schwere Lasten in dasselbe geworfen würden. In demselben Jahre warder Vesuv thätig, und in Island fanden ungeheure Eruptionen desKrabla statt. Eine ganz ähnliche Erfahrung machte ein englischesSchiff während des Erdbebens von Lissabon; cs empfand einen heftigenStoß 50 Seemeilen vom Ufer, als es im Begriff war, der Hauptstadtzuzucilcn. Mehrere ältere Beispiele hat Büffon (Theorie der Erde10. Cap.) gesammelt, die meisten erwähnt Fr. Hoffmann (Werke,2. Bd. S. 352) in seiner vortrefflichen Schilderung aller vulkanischenPhänomene.

Allein nicht bloß Erschütterungen, auch die Erdbeben von bedeutenderIntensität öfters begleitenden Erhebungscrscheinungcn hat man im Oceanwahrgcnommcn. Vielen meiner Leser ist gewiß noch bas interessante Phä-nomen einer aus dem Mittclmeerc cmporstcigenden Insel im Gedächtniß,welches im Juli 1831 dem Städtchen Sciaeca gegenüber, 8 Meilen vonder Sicilianischen Küste, in der Richtung nach P antcllaria zu statt-fand, und damals alle Zeitungsschreiber beschäftigte. Nachdem Ende Junimehrere unbedeutende Erdstöße, die sich in querer Richtung durch Sieilicnbis nach Palcr in o hin fvrtpflanzten, verspürt worden waren, sah mauam 12. Juli zuerst unweit Seiacca eine große Menge kleiner feilt poröser

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