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furchtbar«? Schicksal, wclchcö dic schwcllcndc Rhonc vor einigen Jahrcnder volkreichen Stadt Lyon und allen anwohucndcn Laudlcutcu bcrritctc.Und doch waren diese Flüsse kcincSwcgö abgedämmt; ihnen war ihr regel-mäßigcr Abfluß wenigstens theilweisc geblieben, und bloß der Zufluß warvermehrt worden. Wie aber, wenn der Bodensee, dessen Tiefe bis aus1800 Friß angegeben wird, einen Ausweg bis zum Spiegel des Rheinsunterhalb Schaffhausen fände, und nun mit seinem Wasser in daS Rhein-thal sich ergösse; wie würden Basel und alle anliegenden Ortschaften,noch mehr «aber die Städte deS Rheingaucö verwüstet werden, weil dieStromengc von Bingen bis Koblenz nur einen sehr allmäligen Abflußder Wasser möglich machte.
Den Umsang solcher Verwüstungen einigermaßen zu ermessen undüberhaupt die Möglichkeit von wirklichen Thaldurchbrüchen einzusehen, dazueiguen sich besonders mehrere Beispiele, dic noch in den Bereich unsererBeobachtungen fallen und deshalb hier näher berücksichtigt werden mögen.Eins der neuesten ist das Ereigniß im Banienthale am 16. Juni1818 >«). Dieses Thal erstreckt sich von der Rhonc südwärts gegen dicAlpcnkettc hin, aus welcher der große Bernhard als einer der höchstenPunkte zwischen dem Montblanc und Mont Rosa hervorragt, undwird von der Dran sc durchströmt, dic sich bei Marti gny in dic Rhoneergießt. In seinem oberen Theilc zwischen dem Mont Pleurcur undMont Mauvoisin, dic cS, jener nach Norden, dieser nach Süden, be-grenzen, ist eS eng und empfängt seine Wasser von drei großen Gletschern,deren kleinster, der Gctrozgletschcr, dem untern Ende der Thalenge beimMont Pleurcur am nächsten liegt. Von ihm fallen die Gcröllc oder Mo-raincn, welche er führt, unmittelbar bis in die Dranse, und nicht seltenlösen sich auch ganze Eisblöcke ab, unter denen jedoch die Wasser des Flussesimmer noch einen Ausweg fanden, bis derselbe im April deS genanntenJahres verstopft ward und hinter den aufgcthürmten Eismassen sich ein Seebildete, der gegen eine Vicrtclmeilc lang war. Dic Anwohner erkanntensehr bald die drohende Gefahr und versuchten, dem Wasser, dessen Mengesich schon auf 806 Millionen Kubikfuß belief, einen Ausweg zu bahnen,waS aber nur zum Theil gelang. So »ahete der Sommer immer mehrheran, dic höhere Temperatur während desselben lockerte durch Erwärmung
I»1 Bergt. Gilbert'«? Ammte» der Physik und Chemie. Bt. <><>. S. .?!?!I, g.'iö,und Bd. <>2. S. 108.