durch die Anhäufung von Capitol, den Anwachs der Volksmenge,durch die von der Verbreitung nützlicher Kenntnisse und der hö-heren Verstandescntwicklung begünstigte Vervollkommnung derKünste und die wachsende Schwierigkeit der Ausfuhr von Bo-denerzeugnissen zu der häufigeren Ergreifung von Gewcrksar-bciten hingclcnkt wird. Je mehr dieß geschieht, desto mehr nehmenWohlstand und Bevölkerung zu, und die Blüthe der Volkswirth-schaft wird dann erreicht, wenn die Erdarbcit mit den Gewerkenim Gleichgewichte steht, auch beide gleichmäßig mit dem Bei-stände von Kunst und Capital geübt werden (»).
(a) Hume, Versuche, 1. Abh. — Das oben erwähnte Gleichgewichtbeider Hauptgewerbe wird auch von List, Das nationale Systemrc. S. 20. 238, als wünschenswerth geschildert, aber der Zustandder vorherrschenden Landwirtyschaft gegen die Erfahrung zu un-günstig dargestellt. —- Die Herstellung dieses Gleichgewichtes er-folgt in einigen Ländern schnell, in anderen höchst langsam, sodaß Jahrhunderte lang die Erdarbeit das Hauptgewerbe bleibenkann. Sowohl die Maaßregeln der Regierung, als manche Ort-und Zeitumstände wirken auf dieß Berhälcniß in sehr verschiede-ner Weise ein. — Untersucht man die Ursachen der staunenswer-then Ausbreitung des Gewerkswesens in Großbritanicn, so wirdman nicht auf einen einzigen Umstand, sondern auf einen günsti-gen Zusammenfluß mehrerer hingewiesen. Mac-Culloch (8tnt.nce. II, 38) führt auf: 1) moralische Ursachen, Sicherheit derPersonen und des Eigenthums, — Freiheit im Gewcrbewescn, —Allgemeinheit des Unterrichtes, Verbreitung von Büchern und Zeit-schriften rc. — bereitwillige Aufnahme geschickter Ausländer, —den in der Ungleichheit des Vermögens und selbst in der Besteu-rung liegenden Sporn zum Fleiße; 2) natürliche Ursachen, Reich-thum an inländischen Rohstoffen, vor Allem an Steinkohlen, derenLager man als Kraftmagazine (Iiaarüe,! or evareliansml porver)ansehcn kann (vgl. §. 120), und die Jnsellage des Landes, welcheden Verkehr mit anderen Ländern überaus erleichtert.
Z. 395.
Die Gewerke stehen dann in völligem Zusammenhänge mitder Erdarbeit eines Landes, wenn sie 1) deren Erzeugnisse ver-arbeiten, wenn zugleich 2) die Arbeiter inländische Lebensmittelverzehren und auch 3) der Absatz großcnthcils an die von derErdarbeit lebenden Einwohner geht. Bei der Zunahme der Ge-werke wird dieser Zusammenhang leicht unterbrochen, bald nimmtman einen fremden Stoff zu Hülfe, bald erweitert sich der Absatzüber den Bedarf des eigenen Landes hinaus, und so ist öfters
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