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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
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Klima, von der Zahl der verwendbaren Arbeiter und dcrgl. be-dingt. Bald zeigt sich der Futterbau und der Verkauf von thieri-schcn Stoffen, bald der Getreidebau, bald der Anbau von Han-dclsgcwächscn einträglicher. In den bevölkertsten und capital-reichsien Gegenden kann diejenige Benutzung gewählt werden,welche dem Boden die größte Menge nutzbarer Erzeugnisse ab-gewinnt (S). Das Weideland verursacht zwar einen geringenKostenaufwand, liefert aber auch einen so kleinen rohen Ertrag («.-),daß die Landwirthe, wo sic Kunstfleiß und Capital genug habenund durch keine äußeren Hindernisse abgchaltcn werden, die Wci-dcstrcckcn zu einträglicheren Anwendungen umzuwandcln pflegen.Wenn irgendwo große Strecken eines baufähigcn Bodens alsWeide liegen bleiben, so kann man daraus in der Regel aufschwache Bevölkerung, auf Armuth der Landwirthe oder auf an-dere ungünstige Verhältnisse schließen (c(). Gebirgsgegenden ha-ben inzwischen aus natürlichen Ursachen vieles Weideland undwerden dadurch auf die Viehzucht als vorherrschenden Nahrungs-zwcig hingcwiesen, wobei sie leicht in Versuchung gerathcn, denLandbau zu vernachlässigen; dieß äußert die nachtheiligstcn Fol-gen, thcils weil der Ertrag der sich selbst überlassenen Bergweidcn(Alpen) eher ab- als zunimmt (e), thcils weil der Einkaufvon Nahrungsmitteln aus anderen Ländern in Mißjahren mitgroßen Schwierigkeiten verbunden ist und der Absatz von Viehoder thierischcn Stoffen ins Ausland ebenfalls leicht unterbrochenwerden kann (/), auch nur wenige Menschen Beschäftigungfinden (.</).

(a) Nach der sächs. Schätzungsanwcisung v. 1838 ist der Reinertragvon dem besten Ackerland dl, des mittleren -10 Proc. des rohen,bei den besten Wiesen 80 Proc. Die Produktionskosten auf l sächs.Acker (1/'bad. — 2,'° pr. M.) des besten Ackerlandes sind 82/'Metzen Roggen, der besten Wiesen 31/2 M.

(L) Man kann 3 Hauptsysteme unterscheiden, die auch geschichtlich in^ nachstehender Ordnung auf einander folgten: l) Feldgras-wirthschaft, wo der Acker nach mehrjähriger Bestellung auf ei-nige Jahre zu Wiese oder Weide nicdergelegt wird; hicher,gehörtdie Holstein, u. Mecklenburg. Koppelwirthschaft, ähnliche Ein-richtung ist auch im Schwarzwalde und den Alpen einheimisch.Sic erfordert bei gleicher Fläche des Ackerlandes die wenigste Ar-beit. 2) Körnerwirthschaft, wo der größte Lhcil des AckersGetreide trägt, der Rest brach liegt oder mit anderen Feldfrüch-