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genannt, für Privatpapiergeld brauchen dieselben den AusdruckBanknoten oder Creditzettcl (billots <1o oonliuiiov), wieStorch, II, 49. — Das Privatpapiergcid wird entweder von derRegierung als Zahlungsmittel anerkannt, oder ganz der freienUebereinkunft überlassen. Im letzteren Falle pflegt es allerdings inden Staatskassen nicht angenommen zu werden, aber im Privat-verkehr leistet cs doch vollkommen den Dienst eines Umlaufsmittcls.
§. 295 .
Das S t a a t s p a p i e r g e l d («) könnte ebenfalls seinen Ge-brauch als Umlaufsmittcl lediglich dem Credite verdanken, indemdie Negierung entweder dieselbe Verbindlichkeit zur Einlösungübernimmt, wie sie beim Privatpapiergelde besteht, oder wenig-stens sonst die Annahme des Papieres blos von dem freien Ent-schlüsse der Bürger, zufolge des Vertrauens, welches sie denselbencinflößt, erwartet. In den meisten Fällen wurde jedoch die An-nahme desselben bei Zahlungen statt der Münze durch gesetzlicheVorschrift erzwungen. Hieraus ergiebt sich der Unterschied desStaatspapiergcldcs mit freiem und mit erzwungenemUmlaufe ((-).
(<r) Schon Platon dachte daran, daß im Innern des Landes ein wohl-feiles Ersatzmittel der Münze gebraucht werden könnte. Das Pa-piergeld ist zuerst in China erfunden worden, wo man vom 9.Jahrhundert nach Christus an Versuche anstellte, Papiere untermancherlei Namen und Bedingungen auszugebcn; dieß mißlangaber stets. Das älteste Beispiel waren die Feh-Thsian (fliegendeMünze) unter dem Kaiser Hian-Tsung (um 807), welcher dieReichen nöthigte, ihr Geld gegen jene Scheine in die Staatskasseeinzulegen. Die Kiao-tsuh (Wechsel unter Lschin-Tsung um1000) waren Zettel einer Bankgesellschaft von 16 reiche» Kauf-mannshäusern, welche in der Folge Bankerott machte. Die Mon-golen lernten im 13. Jahrh. das Papiergeld in China kennen undführten es später auch in Persien ein, woraus die Meinung Schlö-zers entstand, daß jenes Volk das Papiergeld erfunden habe. Dasletzte Papiergeld, Tschao, sank um die Mitte des IS. Jahrhun-derts bis auf 3 pur inillo des vollen Betrages, s. klnprntli,8ur 1'oriKliie du pupier-moiinuie in dessen Illöni rölutits u I'Vsie,k. 1822 — vidi. uuiv. Illtör. XXVII, 1. — Jbn Batuta (kruvols,S. 209) fand im 14. Jahrh. nur Papiergeld in China umlau-fend; die beschädigten Stücke wurden uncntgeldlich gegen neue um-gewechselt. — Ledergeld im alten Karthago. Erstes europäischesPapiergeld in Venedig, 1171. Schön, N. Unters. S. 294.
(b) Sap versteht unter Papiergeld im eigentlichen Sinne das nicht-einlösliche, Handb. III, 43. — Ein Beispiel von Papiergeldmit freiem Umlaufe gaben die preußischen Tresorschcin e-(jetztCasscnanweisungen genannt), seitdem die Verordnung vom5. März 1813 die Annahme derselben im Privatverkehre ganz von