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A ungünstig, oder man sagt auch kurz: der Curs steht für I!und gegen X.
(ä) Doch auch nur ungefähr. Es sind hiebei noch folgende auf denCurs einwirkende Umstände zu erwägen.
1) Der Trassant erhält den Wechsel bei der Abgabe sogleich be-zahlt, oder, wenn er mit dem Remittenten in Abrechnungsteht, so werden ihm doch die Zinsen von diesem Zeitpuncte'an berechnet; dagegen leistet der Trassat die Zahlung erst spä-ter, nach Ablauf der Verfallzeit. Daher ist der Werth desWechsels um die Zinsen dieses Zeitraums für den Remitten-ten weniger werth, als die darin ausgcdrückte Metallmenge.Nimmt man 4 Proc. Jahreszinsen an, so ist ein Wechsel, dernach einem Monat fällig wird, jetzt Proc., und bei dreiMonaten Frist l Proc. weniger werth. Auf je längere Zeitein Wechsel läuft, desto niedriger ist sein Preis; z. B. am26. Febr. 1847 standen in Paris die Wechsel auf Berlin bei1 Monat Frist zu 373 Fr. (für l»0 rthlr.), bei drei Mona-ten zu 370 Fr., der Unterschied von 3 Fr. für zwei Monatebeträgt 0,"' Proc. oder 4,"° Proc. für das Jahr. Auf! Monat kommen l'/? Fr. Zinsen, daher läßt sich annehmen,daß der Curs 374'/^ sein würde, wenn gar keine solche Zwi-schenzeit verstriche (das Pari ist 37!).
2) Der Remittent hat einige Nebenausgaben für Mäklergebührund Porto. Gesetzt, dieselben betragen 2 per millo, so wird,wenn der Curs genau in Pari steht, der Aufwand für denRemittenten größer, als seine Ausgabe sein würde, wenn erauf sich trassiren ließ. Da nun in der Regel zu erwarten ist,daß die eine von beiden Arten, eine Zahlung zu bewirken, ebenso vorthcilhaft sein müsse, als die andere, so wird der Curssich an jedem der beiden Orte nur um den halben Betrag derKosten oder l p. m. von dem Pari entfernen. Ist dieß derFall, so kann man z. B. in Hamburg, wo der Curs nachFrankfurt die Zahl von Gulden anzcigt, welche !00 MarkBanco gleichgeltcn (Pari 88/"), mit dieser Summe ! p. in.mehr oder 88,"" fl. erkaufen, in Frankfurt aber braucht man
, für 100 Mk. nur 88,°'fl. hinzugeben. Es erhellt hieraus, daßdiese beiden Ursachen die Herstellung des vollen Pari verhin-dern und eine Verschiedenheit der Curse an beiden Orten nachsich ziehen. Dieß zeigt sich auch wirklich, es sind jedoch immerzugleich kleine Schwankungen im Mirwerben mit im Spiele.Beispiel: Frankfurt, l. März 1847 nach Hamburg auf kurzeSicht 8!>, Hamburg, 26. Febr. n. Frankfurt 8!)"/, Fr., fernerLondon, 5. Jan. 1841 n. Paris auf 3 Mon. 26,°° Fr. (fürl L. St.), Paris, 2. Jan. >84! n. London auf 3 Mon. 24,"° Fr.
(-) Bei verschiedenen Ländern können auch die Umprägungskosten hin-zukommen. Ueber die Berechnung des Pari s. Bleibtreu, Lehrb.der Handelswiss., 1830. S. 135. Contorwiff. S. 123.
(,/) Ein Beispiel hievon geben die ungünstigen Curse, für welche imRevolutionskricgc von der engl. Regierung Wechsel zu de» Sub-sidienzahlungcn nach Deutschland erkauft werden mußten. Von ei-ner solchen Ursache des niedrigen Curses der Wechsel nach einemLande muß man den Fall unterscheiden, wo die Wechsel in einem