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Dickes, Die Bewegung der Bevölkerung, 1833. — Bernoulli,Populationistik, 1840 Nachtrag 1843.
(a) Für den Anwachs des Kapitales läßt sich zwar keine Obergränzeangebcn, weil derselbe nicht durch Naturvcrhältnisse bedingt wird,doch ist er aus folgenden Gründen im gewöhnlichen Gange derDinge ziemlich langsam: l) Die größeren Kapitalisten finden keineäußere Aufforderung zum Sparen und ziehen es meistens vor,durch beträchtlichen Aufwand ihr Einkommen zu genießen, auchwerden die großen Massen des beweglichen Vermögens durch Erb-thcilunge» bald zerstückt. 2) Die großen Unternehmer sind ammeisten im Stande, etwas zu erübrigen, indcß haben sie auch be-deutende Verluste zu ertragen, zudem werden viele Gcwinnste inunproductiven Gewerben, z. B. dem Handel mit Staatspapicren,gemacht, wo im Ganzen keine Mehrung des Kapitales möglich ist.3) Die kleineren Unternehmer und Kapitalisten haben zwar stär-keren Antrieb, aber weniger Fähigkeit, das Capital mit Hülfe vonErsparnissen zu vergrößern. 4) Dasselbe gilt von den Lohnarbei-tern, denen meistens nur wenig reines Einkommen zu Theil wird.5) Wie beträchtlich auch das Einkommen der Grundeigenthümcrsein mag, so wird dasselbe von dem Bcdarfe ihres standcsmäßigenUnterhaltes gemeiniglich aufgezehrt und viele gerathen in ungün-stigen Zeiten sogar in Schulden. — Wenn daher die statistischenThatsachcn oft keinen schnelleren Zuwachs der Volksmenge, als um—> Proc. jährlich, in manchen Ländern aber einen noch lang-sameren Nachweisen, so darf man vcrmuthen, die Vermehrung derMenschen gehe mit der des Kapitales in gleichem Schritte undwerde durch sie beschränkt, woraus dann nothwendig die Folgehervorgcht, daß in der Regel die Concurrenzverhältnisse den Ar-beitern ungünstig seien. Dieselben Umstände, welche die durch einelange Zeit angewachsene Volksmenge plötzlich wieder vermindern,wie Kriege, Mißjahre, Erdbeben, oder welche fortwährend die Ehenund Ansiedlungen erschweren, wie fehlerhafte Staatscinrichtungcn,treffen auch gleichmäßig das Capital mit, nur bei Seuchen ist dießnicht der Fall. Starke Volksvermehrung läßt auf beträchtlichenAnwachs des Kapitales schließen, wenn sich zugleich wahrnehmenläßt, daß die Lage der Arbeiter nicht schlimmer geworden ist; wirdsie aber nur dadurch möglich, daß die Arbeiter sich mit geringe-rem Lohne und spärlicherem Unterhalte begnügen, wie dieß vonIrland bekannt ist, so ist sie eine nachthcüige Erscheinung, undes wäre überhaupt irrig, die Wohlfahrt der Länder nach der Stärkeder Volksvermchrung beurtheile» zu wollen. Vgl. Ricardo, 4.Cap. und besonders ölill, lilöineiis, S. 34 — 72. M'Culloch,Grundsätze, S. 260. — Es kommt noch hinzu, daß die Arbeiter,weil sie selten etwas zurücklcgen können, nicht im Stande sind,auch nur kurze Zeit unbeschäftigt zu leben; sie vermögen dcßhalbnicht, ihre Forderungen gegen die Lohnherren durchzusctzen, undohnehin bildet sich nur schwer ein EinverstäNdniß unter ihnen.Smith, I, 103.
Z. 197.
Bei einzelnen Zweigen der Arbeit finden mancherlei Abwei-chungen in dem Bcrhältniß des Angebots zu dem Begehre Statt,