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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
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diesen Sätzen, daß der Kostensatz nicht sowohl bei einzelnen Tausch-fällen, als bei der Mehrzahl derselben, für die Fortdauer, die un-terste Gränze, das Minimum des Preises bildet (§. 148). — Esgiebt Fälle, in denen die Verringerung des Angebotes den Preisnicht wieder erhöhen kann, weil der Begehr und die concretoWerthschätzung der Käufer abgcnommen hat. Dann bleibt auch dieProduction beschränkt und nur diejenigen Erzeuger werden dieWaare ferner anbietcn, die sie wohlfeil genug hervorbringcn kön-nen, um keinen Schaden zu haben. Vgl. Hermann, a. a. O.S. 82.

(c) Das Bestreben der Menschen, das Angebot in Gemäßheit des je-desmaligen Begehres zu vergrößern oder zu verkleinern, zeigt sichim täglichen Leben mächtig und allgemein. Erweitert sich der Be-gehr, z. B. durch plötzliches Zusammentreffen vieler Menschen aneinem Orte, so sieht man, wie die Verkäufer alles aufbictcn, umgrößere Massen von Lebens- und mancherlei Genußmitkeln herbci-zuschaffen, es werden mehr Arbeiter beschäftigt, mehr Kapitale zuHülfe genommen re. — Vgl. Kill, Ülömoiw, S. 88 ff.

(et) Es wäre denn, daß eine größere begehrte Menge eines Gutes nurmit vermehrten Kosten erzeugt und zu Markte gebracht werdenkönnte, Hermann, S. 81. — Bei Fabrikaten trifft oft das Um-gekehrte ein, Erniedrigung der Kosten bei einer größeren producir-ren Menge.

(«) Aus diese Sätze stützen sich die neuerlich öfter ausgesprochenen Ankla-gen gegen das Mitwcrben und die Vorschläge, dasselbe zu beseiti-gen, die jedoch verfehlt sind, weil die mächtigen Wirkungen derConcurrenz durch kein anderes Mittel zu ersetzen wären.

§. 15».

Das Ucbcreintrcffen der Kosten mit dem Preise einer Waaresetzt voraus, daß die Verkäufer das Angebot leicht nach Maaß-gabc des jedesmaligen Preises vergrößern und verkleinern können.Stellen sich diesem Unternehmen Schwierigkeiten entgegen, sokönnen sich die Preise kürzere oder längere Zeit über oder unterden Kosten halten. Diese Schwierigkeiten verdienen eine sorg-fältige Untersuchung, weil sie die Wirkung eines für die ganzepolitische Lekonomie sehr wichtigen Gesetzes (Z. 157) beschrän-ken. In vielen Fällen sind sie nicht erheblich, so daß das Gleich-gewicht zwischen den Preisen und Kosten sich nach jeder Aendc-rung des Begehres bald wieder hcrstcllt, doch ist cs immer nöthig,sich an die Voraussetzungen zu erinnern, die den Erfolg jenesGesetzes bedingen und wenigstens kein ganz genaues Ucbcrein-stimmcn beider Größen erwarten lassen (K). Solche Hindernissedes freien Mitwerbcns im Angebote, die eine Elaste von Erzcu-

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