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III. Bedingungen einer großen hervorbringendenWirkung der Arbeit.
8 . 110.
Die Arbeit ist ein freier Gebrauch der Kräfte, sie steht daherunter dem Einflüsse der Veränderungen, welche sich in dem Den-ken, Empfinden und Wollen der Menschen zutragen, und esist sowohl die Triebfeder, welche zum Arbeiten bestimmt, als dieArt und Weise, wie die Arbeit eingerichtet ist, und der Erfolgderselben einer großen Verschiedenheit fähig. Dies gilt auch na-mentlich von der hcrvorbringendcn Arbeit, deren Wirkungen ineinem Volke bald größer, bald geringer sind, 1) zufolge solcherUrsachen, die in der Arbeit selbst liegen, und zwar theils in ihrerMenge, theils in ihrer Beschaffenheit, 2) zufolge äußerer Um-stände, wohin der Beistand anderer Güterguellen, insbesonderedes Kapitals, und der Absatz zu rechnen sind («).
(a) Vgl. Fulda, Grundsätze der Kameralwissenschaften, S. 110 ff.
§. ni.
Bei gleicher Volksmenge («) kann die Zahl der produc-tiven Arbeiter ungleich sein und hieraus eine Verschiedenheitdes Gütercrzeugnisses entspringen. Unter übrigens gleichen Um-ständen, insbesondere bei gleicher Kunst in den Stoffarbeiten,wird um so weniger hcrvvrgcbracht, je mehr Menschen gar nichtarbeiten oder nur mit solchen Diensten beschäftiget sind, welchedie Erzeugung der Sachgüter nicht befördern. Dicß hängtvon dem Verhältniß zwischen den verschiedenen Ständen derGesellschaft und von der Vcrthcilung des Grundeigenthums ab.Ist dieses in großen Massen im Besitze Weniger, so kann amleichtesten der Ertrag des Bodens zum Unterhalt vieler müßigenoder nicht productiv beschäftigten Menschen verwendet werden,wobei der Gütergcnuß in der ganzen Gesellschaft nothwcndig ge-ring bleibt (ö). Wenn indessen die Kunst im Betriebe der Stoff-arbeitcn zunimmt, so wird es möglich, daß ohne Schmälerungdes Volkseinkommens eine beträchtliche Anzahl von Menschen