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lich und vollständig ausführtc, weßhalb man dasselbe später-hin bisweilen nach ihm benannte («) und ihn wie ein Borbildbetrachtete (L). Die gewaltsamen Eingriffe in den Gang desGewcrbewesens, wie sie Cvlbert in seinen Verordnungen vor-nahm, waren zu jener Zeit überhaupt üblich. Die Unbekannt-schaft mit dem Wesen der Bolkswirthschaft hatte sich schon laugedarin gezeigt, daß man sich nicht scheute, irgend einen für nützlicherachteten Erfolg mit rücksichtslosen Zwangsmitteln, z. B. Ver-boten der Aus- oder Einfuhr, zu befördern (e) und die Gewerbs-unternchmer mancherlei willkürlichen Beschränkungen zu unter-werfen, wodurch man begreiflich dem Aufschwünge der Erwerbs-geschafte im Ganzen schadete. Hatte der eine Staat in solchenungestümen Anordnungen ein übles Beispiel gegeben, so war esnatürlich, daß andere Negierungen dasselbe nachahmten und gegenden ersten Urheber erwiderten, besonders wenn ihre eigenen Un-tcrthanen von den Maaßregeln desselben litten. Erst durch diespateren Fortschritte der Wissenschaft lernte man, den Gang derVolkswirthschaft zu beachten und zu schonen (es).
(a) Colbertismus, Colbert'sches System.
(d) Colbertwar geb. 1619, wurde 1661 tlontröleni xonüral üss ü-nnnces (Finanzminister), starb 1683. Wie Sully fand er auchgroße Verwirrung im Finanzwesen vor, deren Hebung ihm so gucgelang, daß er das reine Staatseinkommen von 89 auf 105 Will.Liv. erhöhte. Da die Verschwendung eines üppigen Hofes und meh-rere Kriege die Staatscasse in hohem Grade in Anspruch nahmen,so faßte er, um ihr neue Hülfsquellen zu eröffnen, den Gedanken,Fabriken und Handel in Schwung zu setzen und so de» allgemeinen- Wohlstand zu erhöhen. Ermunterungen und Prämien zogen geschickteKünstler herbei, die Seidenfabriken zu Lyon und Tours, derenGrund freilich schon von Heinrich IV. gelegt war, die Tuchfabrikenzu Sedan, Abbeville re., die Strumpf- und Tapetenwirkereicn, dieSpicgelfabrikcn und andere mehr hoben sich auf überraschende Weise.Mit Hülfe der Begünstigungen der inländischen Schifffahrt ver-mehrte sich die Zahl der Handelsschiffe und die Lebhaftigkeit desSeehandels; Handelsverträge beförderten den Absatz französischerMaaren in anderen Ländern, große Handelsgesellschaften kamen zu-folge ertheilter Privilegien zu Stande. Doch war letztere Wirkungvon geringem Nutzen; die westindische Handelscompagnie gieng schon1669, nach 5 Jahren, wieder ein. Zu diesen Maaßregeln, für die ihmnoch jetzt Frankreich dankbar ist, gesellten sich noch andere, z. B.Gründung der ncnüömle t'rnncniss, 1663, der ucnücmie üos.Sciences, 1666, Anlegung des Canals von Languedoc, 1661 ff.Manches Andere gelang ihm nicht, besonders die beabsichtigteAufhebung der inner» Zölle und die Verbesserung des Steuer-wesens. Zu seinen wichtigsten Unternehmungen gehören 1) dieAnord-
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