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für unsittlich, indem das wahrhafte Bedürfniß äußerer Güterseine Gränzcn habe. Deßhalb, und weil man bei den Gewerbenzugleich den Einfluß beachtete, den sie auf geistige und körper-liche Bildung des Menschen zu haben schienen (a), wurde derLandbau für den einzigen Nahrungszweig gehalten, welcher einesfreien, fcingesittctcn Mannes würdig sei; an die Gewerbe undLohnarbeiten knüpfte sich die Vorstellung von Unanständigkeitund schimpflicher Abhängigkeit von Anderen; auch der Handel,obschon als nützlich anerkannt in Ansehung der Güter, die erherbeiführt, wurde doch den wucherlichen Erwcrbskunstcn beige-scllt und das Wesen des Kapitals nicht geahnt, während manüber die Natur des Geldes richtig dachte (</). So zeigt sich, daßbei einzelnen Hellen Blicken in das wirthschastliche Gebiet dasselbedoch nicht in seinem Zusammenhänge anfgcfaßt wurde.
(a) Vorzüglich das Gespräch, welches oixoro/»--«?oeoouomicus,- überschrieben ist.
(ä) Im ersten Buche seiner Politik. Ucber beide Schriften s. insbesondereRau, Ansichten a. a. O. — A. theilt die Erwerbsarten so ein:l) Eigene Gewinnung der Nahrungsmittel; 2) Erwerb im Verkehre,dessen Regeln die Chrematistik bilden, a) Gewinnung nützlicherStoffe für den Verkauf, ökonomische Chrematistik, b) unedlerGewinn aus dem bloßen Tausche, Meta bletik oder Kap elik, z. B,Geldwucher.
(c) Nur auf die Sklaven wurde diese Betrachtung nicht angcwcndet,wie man jene überhaupt nur für Mittel, nicht für Wesen, die ihreBestimmung in sich tragen, anzusehen geneigt war.
(//) Xriritot. kolitio. I, 9. Llliicor. a<l kiicom. Iil>. V. und auf ähn-liche Weise kaulus I,. l. ?u,i(Ieet. (Is vontrnll. eint. (XVlII, I.).
§. 30 .
Die Römer gicugcn in diesem Gegenstände im Allge-meinen nicht weiter, als ihre Lehrer, die Griechen. Es konntezwar nicht fehlen, daß vielseitig gebildete und im Denken geübteMänner, wie namentlich Cicero, einzelne Gegenstände der po-litischen Dckonomie, besonders die Stammbcgriffe und Grund-sätze derselben, öfters berührten und richtig auffaßten (L), abersie ahnten nicht, daß dieselben sich mit anderen, noch unbekann-ten Wahrheiten zu einem wissenschaftlichen Ganzen verbindenlassen, und verfolgten sie nicht. Das häufig ausgesprochene Lob