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Grundsätze der Volkswirthschaftslehre
Entstehung
Seite
XIV
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gründetes Lehrgebäude viele Anklagen vorzubringcn haben, kannnicht auffallcn.

Eine andere Gruppe von Gegnern Smith's hat sich umdas von Fr. List aufgcpflanzte Banner des Zollschutzes für dieinländischen Gewerke geschaart und bemüht sich nach dem Bei-spiel ihres Führers, die politische Dekonomie in ihrer bisherigenGestaltung als veraltet, aus dem Felde geschlagen, ja als einGewebe irriger und thörichtcr Lehre» darzustcllcn. ttngeachletdieser heftigen Anklagen hat man doch keine neuen Grundwahr-heiten in die Wolkswirthschaftslchre einzuführcn vermocht, essind hauptsächlich nur neue volltönende Kunstausdrücke zur Be-zeichnung schon bekannter Begriffe angcwendet worden und das-jenige Gebiet, in welchem sich eigentlich der Widerstreit gegenSmith's Schule bewegt, ist die VolkSwirthschaftspolitik. WasList u. A. das nationale System nennen, ist nicht der Gegen-satz eines kosmopolitischen, welches sich nirgends vorsindct, viel-mehr hat jener Ausdruck nur in der Anwendung der allgemeinenLehrsätze auf Deutschland Bedeutung, wo diejenigen Maastrcgclndie nationalen genannt zu werden verdienen, welche auf denWohlstand und insbesondere auf den Gewerbflciß unseres ge-summten Vaterlandes gerichtet sind und die Volkswirthschaft derdeutschen Staaten als ein Ganzes zu fördern dienen. Daß solchegemeinsame weise angeordnete Maaßregeln auf dem Wege derVereinbarung immer häufiger zu Stande kommen und eine deut-sche Volkswirthschaftspflege sich ausbilde, ist allerdings des eif-rigen Bestrebens werth, und alle diejenigen, welche sich in dieserRichtung begegnen, sollten die vaterländische Gesinnung achten,wenn diese gleich für sich allein noch keine Bürgschaft für dieZweckmäßigkeit der gemachten Vorschläge darbictcn kann.

Iun. 1847. N.