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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
409
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Daß unsere ältere und so genannte gewöhnlicheRechtschreibung, wie wir sie nämlich in Zeitungen,Intelligenz-Blättern, u> s. w. antreffen, ihre großenund wesentlichen Mängel habe, das werden auch dieeifrigsten Vertheidiger derselben nicht läugncn. Daßaber unsere neuern Verbesserer offenbar zu weit, undso weit gehen, daß ihnen der größere Theil dahin nichtfolgen wird, ist ebenfalls eine von allen Vernünftigen,außer den Reformatoren selbst, anerkannte und ausge-machte Sache. Wenn nun aber unter hundert undnoch mehr Parteien keine der andern nachgibt, so weißich nicht, was aus diesem Chaos noch werden wirdund werden kann. Wahrscheinlich, da das Gähren undBrausen nicht ewig währen kann, kommt es mit derZeit ohne Beihülse und von selbst zu einem ruhigenBodensätze. Wann aber dieses, ob es bald und auchgut geschehen werde? Das ist eine andere Frage.

Ich für mein Theil hielte dafür, daß es sehr wohlgethan sey, diesen Zeitpunct der Anarchie dahin zunützen, daß man eine Regierungsform festsetzte, welchewo möglich, das Gute aller Meinungen in sich verei-nigte, und dagegen ihr Unnützes, ihr Schädliches ver-miede. Viele von unfern Besten, welche anfangs denNeuerungen auch nachhingen, aber hernach sahen, daßsie zu gar zu großen Thorheiten und Abgeschmacktheitenmit fortgeriffen wurden, ergriffen die Partie, lieberganz auf ihren vorigen Stand zurück zu kehren. Undes ist fast wahrscheinlich, daß auf die Art die so ge-nannte gewöhnliche Orthographie wieder die Oberhandgewinnen werde. Das ist gut, aber doch nicht allzu