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wie geschwinde sich dieser oft wenden könne. Ich weißsehr gut, daß nicht alle meine Gedichte Allen, ja selbstmeine besten nicht Allen gefallen werden. Manche ver-dienen und erhalten vielleicht gar keinen Beifall. Dennder Geist hat, wie der Leib, seine Anwandelungen vonSchwachheit; und nicht aller Menschen Seelen sindmit einerlei Saiten bezogen, nicht alle haben gleicheStimmung.
Darum aber ist es mir wiederum noch lange nichtgemächlich, in dünnethuender Demuth, auf allen Vieren,vor den Schämel der Kritik, sie sey, welche sie wolle,zu kriechen, und für irgend eins meiner Werke umGnade zu betteln. Denn ich lebe und sterbe des Glau-bens, daß keinem darstellenden Werke, welchem dieNatur lebendigen Odem in die Nase geblasen hat, tausendund abermal tausend Schämelrichter, — was, Schämel-richter? selbst Thronrichter nicht! nur ein Härchenkrümmen können. Ich lebe und sterbe des Glaubens,daß tausend und abermal tausend Schämel- und Thron-richter zu ohnmächtig sind, ein an sich sieches Werk zuGesundheit und Leben zu befördern. Mithin habe ichan diese Herren schlechterdings nichts zu bestellen.
Wandelt demnach hin, ihr Kinder meines Geistesund Herzens, schon von Haus aus mit euerm un-vermeidlichen künftigen Schicksale geschwängert! Wan-delt hin, entweder selbstständig in angeborenem Ver-mögen, oder hinfällig durch eigene innere Schwach-heit! Niemand kann euch nehmen, was ich euchgab; Niemand geben, was ihr vor mir nicht em-pfinget. Nicht alle werdet ihr sterben; das weiß