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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
118
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beth bedauert. Freilich wohl; er war ja todt! — Undder tapfere rechtschaffene Banko reiste zu spät in derNacht. Wenn man Lust hat, so kann man ja auchsagen, Fleance habe ihn umgebracht. Denn Fleancenahm die Flucht. Man sollte eben nicht so spät inder Nacht reisen. Wer sichet es nicht ein, wie abscheu-lich Malcolm und Donalbain handelten, daß sie ihrenliebreichen Vater ermordeten? Eine verfluchte That!Wie schmerzte sie nicht dem ehrlichen Macbeth! —Tobtet' er nicht augenblicklich in frommer Wuth diebeiden Thäter, die von Wein und Schlaf überwältigtund gefesselt lagen? War das nicht edel von ihm ge-handelt? Gewiß; und weise dazu! Denn wer hätt' esohne Verdruß anhören können, wenn die Buben esgeläugnet hätten? Ec hat also, wie gesagt, Alles sehrwohl gemacht; und ich glaube, hätt' er nur DuncansSöhne untcr'm Schlosse, — welches ja aber der Him-mel verhüten wird, — so würden sie es schon innewerden, was es auf sich habe, einen Vater zu ermor-den! Das würde auch Fleance! — Aber still! —Denn wegen etlicher freien Reden, und weil er beides Tyrannen Gastmahl nicht erschien, siel, wie ichhörte Macduff in Ungnade. Er soll sich unsichtbar ge-macht haben. Wo mag er hin seyn?

Zweiter.

Duncans Sohn, dem dieser Tyrann sein Erbrechtvorenthält, lebt am Englischen Hofe, und der frommeEduard erweist ihm daselbst überaus viel Gnade. Da-hin ist auch Macduff abgegangcn, und will Schutz undHülse erflehen, daß wir unfern Tischen wieder Speise,