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daher nicht nur mit einer neuen Anordnung der Sccnen,sondern auch beinahe vollständigen Verarbeitung desStücks vor, wobei er größtentheils die Wielandisch-Eschenburgische Uebersetzung zum Grunde gelegthatte, und stellte es nun in meine freie Willkür, vollendsdaraus zu machen, was ich wollte und könnte. Ichbin ihm hierauf oft, aber doch nicht überall gefolgt.In dem ungebundenen Theile, worin kein Anderer, alsShakspeare selbst, Wort für Wort reden durfte,habe ich jene Uebersetzung nur da angenommen, wonicht anders verstandener Sinn, anders gefühlte Kraftdes Originals, oder meine eigne Weise, Sprache undAusdruck zu handhaben, mich nöthigten, davon abzu-weichen.
Meine Auslassungen werden hoffentlich kein Kirchen-raub scyn. Dieser Tempel ist so voll, daß viel fehlenkann, ohne daß man's vermißt. Zu dem habe ich janichts vernichtet; sondern nur Einiges im Schatzkastenzurück gelassen, woraus Jeder, welchem an diesemnicht genügt, nach Belieben nachholen kann. Vonmeinen armen Zuthaten ist -nichts zu sagen, als derWunsch, daß es keine Bettlerflicken auf dem Shak-spearischen Purpurmantel seyn mögen.
Mein Macbeth wurde damals in der Zeit, daSchröder ihn verlangte, und mich oft genug darummahnte, nicht ganz fertig, und blieb fast die ganze Zeither liegen, in welcher denn so mancher liebe andereMacbeth erschienen ist, wovon ich jedoch keinen, als denWagnerischen gesehen habe. Schröder hat nunnicht mehr nöthig, den meinigen zu begehren. Da