Druckschrift 
3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

L8

Weder Gormals moosige Burg, noch Storno sollenFingoln sehn. Mordgedonken gleiten, wie Schotten,über sein glühendes Herz. Sollt' ich vergessen jenenMorgenstrohl, die Königstochter mit blendender Hond?Geh', Lodos Sohn! Sein Wort ist Fingoln nur einHauch, ein Windhouch, welcher hin und her die Di-stel schwenkt im trüben herbstlichen Thal. Duth-Ma-runo, Todesarm! Krommoglos, Held mit eisernemSchild! Struthmor, du Schweber ouf dem Fittich derSchleicht! Kormor, dessen Geschwader das Meer durch-tanzt, sorglos, wie des Flommenbolls Schwung denschwarzen Wolkcnstrom! Auf, Heldensohne, rund ummich herum auf fremder Flur! Jeglicher blicke aufseinen Schild, wie Trenmor, der Führer der Schlacht.Herab, sprach Trenmor, der du zwischen den Harfenwohnst! Wälze mir diesen Strom zurück, oder ver-wese im Grabe mit mir!"

Rund um den König herum erhoben sie sich imZorn. Kein Wort brach aus; und Jeder ergriff denSpeer. In sich hinein war jedes Seele gehüllt. Dochendlich, horch! erwacht der Klang auf ihren hallendenSchilden umher. Jeder wählt sich seinen Hügel beiNacht. Gesondert in Finsterniß, hielten sie Stand.Zu Zeiten durchbrach ihr dumpfer Sang das Brausendes Sturms.

Der volle Mond ging über ihnen auf.

Gerüstet kam der schlanke Duth-Maruno, desEbers wilder Verfolger, von Kromas Fclsengebirgenherab. Im dunkeln Nachen fuhr er die Wogen hinan,wann Krum-Thormo's Wald sich erhob. Er strahlte