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des Anchialus zu rächen? Wie kommt sie hierher?Wie ist sie erhalten worden? Wie mag sie aus derGrube entflohen seyn? Welche unerwartete Erschei-nung!" So sprach er bei sich selbst, und trat hinzu,sie zu kaufen.
Als er bei ihr stand, sing er zu ihr an: „Bist duin Aegypten wohl bekannt, Mädchen? Fielest du nichteinmal dort unter Räuber? Ist dir sonst nichts Wi-derwärtiges in diesem Lande begegnet? Sage mir'snur getrost! Denn ich habe dich sehr gut daselbst ge-kannt." Als sie Aegypten nennen hörte, und an denAnchialus, die Räuberbande, und die Grube zurück-dachte, sing sie an zu schluchzen und zu wimmern.Darauf schlug sic ihre Augen gegen den Hippothous auf;aber sie erkannte ihn im geringsten nicht. „O ich habegrausames Ungemach in Aegypten erfahren. Ja, Fremd-ling, wer du auch seyn magst, ich bin dort in denHänden der Räuber gewesen. Aber sage mir, woherweißt du das Alles schon! Woher kennest du michUnglückliche? Doch das Gerücht mag dir vielleicht meineDrangsale verkündet haben; dich aber kenn' ich ganzund gar nicht." Aus dieser Antwort erkannte sieHippothous völlig wieder, und ohne ein Wort wei-ter zu sagen, kaufte er sie dem Kuppler ab, nahmsie mit sich, und hieß sie guten Muths seyn. Hieraufsagt' er ihr, wer er wäre; erinnerte sie an Vieles,was in Aegypten vorgefallen war; sodann erzählt' erihr seine Flucht und seinen Reichthum. Sie aber ge-stand ihm, daß sie den unzüchtigen Anchialus ermor-det hätte, und bat ihn deßhalb um Vergebung. Dar-