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Zum Beherrscher des Reichs? Ein zweiter lüsternerParis, 240
Pracher, und pochend aus nichts, als weniges Halb-mannsgesindel,
Darf, da Wellen und Sturm ihn kaum auf's Trocknegeschleudert,
Und vom Regen der Reise Gewand ihm und Lockennoch träufeln,
Der darf wagen den Raub, und ruhig der Beute ge-nießen?
Ha! und das uns zum Vergelt, weil wir mit täglichenGaben 245
Treten zu deinen Altären, und eitele Frömmigkeit üben?
Also fleht' er laut, umfassend die Hörner des Altars;Und der Allmächtige hört' ihn, und senkte die Blickeherunter
Nach der Königsstadt und dem ruhmvergessenen Paare;Winkte dem Boten Mercur, und gab ihm diese Be-fehle : 250
Auf, mein Sohn, und fleug auf den Fittichen rascherZephyre!
Eile zu Venus Sohn, der in Karthago noch weilet,Und der Städte vergißt, die ihm das Schicksal beschicken!Windschnell fleug mir hinab, und verkünd' ihm Ju-piters Willen!
Solchen hätt'ihn nie die reizende Mutter verheissen; 255Darum zwier ihn nicht den Lanzen der Griechen entrissen.Sondern Italien sollt' er beherrschen; Italien, schwangerVon gewaltigen Reichen und Kriegsgetümmel! Er sollteDardanus edeln Stamm zu hohem Zweigen hier treiben,