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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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nie darf man der Scansion vergessen, wenn sie für dasOhr nur einigermaßen als Hexameter sich bilden sollen.Wie gleitet dagegen nicht der Griechische von Zungeund Lippen hernieder! Wie bildet er sich nicht ohnealle Mühe, ja wider unfern Willen, in der Aussprachevon selbst! Man declamire die Deutschen, und manmuß sich große Mühe geben, dem Hörer merklich zumachen, daß es Hexameter sind. Man lese dagegenHomers Griechischen, versteht sich mit richtiger Syl-ben-Quantität! und fast alle Mühe ist verloren,dem Zuhörer den Hexameter zu verbergen. So natür-lich ist dieser Vers der Griechischen, so unnatürlich derDeutschen Sprache! Sehen Sie daher nur aus alle'unsere ältern Gedichte und Verse, ob Sie irgendwo dasPolymetrische eines Hexameters antreffen. ScandirenSie das erste, das beste prosaische Buch. Eher scan-dicen Sie hundert zehnsüßige Jamben oder Trochäen,als nur Einen Hexameter heraus. So wenig ist unsereSprache den bunt- und vieltcittigen Griechischen Vers-arten angemessen! Eben daher kommen denn auch diefatalen zerzerrten und verschränkten Wortfügungen, dieso viele Gedichte in diesen Splbenmaßen verunstalten.Nichts, als Nachahmungssucht, verdammte Nachah-mungssucht! hat uns auch hier wieder von der Naturabgezogen, und gegen den Genius der Sprache empöret.Lassen sie nur einmal erst Otaheitische Metra unteruns bekannt seyn! Was gilts? So werden wir, ge-liebt's Gott! auch in diesen Splbenmaßen bald Gedichtemachen. Keine Deutschpoetische Seele würde je vomHexameter, oder einer ähnlichen Versart, sich haben