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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Die Nossebandiger von Tros Geschlecht, 59V

Die Ilion verfochten allzumal

Hoch überging! Welch neues Weh für dich!

Das Weh der Sehnsucht nach dem Ehgemahl,

Der wenden könnte deine Sclavenzeit.

Doch mich! Der Hügel decke mein Gebein, 595Bevor dein Raub, dein Angstgefchrei erschallt!

Hier hielt der schimmerceiche Hektar ein,

Und langte nach dem Knaben. Aber schnell

Bog mit Geschrei der Kleine sich zurück

Zum Busen seiner schlank umgürtcten 600

Verpflegerinn, erschrocken vor der Schau

Des Vaters. Denn ihm graute vor dem Erz,

Und vor dem Roßbusch, den er fürchterlichVom hohen Helm herunter winken sah,

Die guten Aeltern lächelten dazu. 605

Und eilig nahm der schimmerceiche HeldDen blanken Helm vom Haupt, und setzt' ihn hinZur Erd', und Hub, als er das Kind geküßt,

Und auf den Armen sanft gewebt, zum Zeus

Und allen Göttern so zu beten an: 610

O Zeus, und ihr Unsterblichen, verleiht,

Daß dieser Sohn vor allen Troern groß,

Wie ich, einst sei)! Gewahrt ihm Muth und KraftZum obersten Gebieter Ilions!

Daß einst es heiße, wann vom Streit er kehrt: 615

Der ist viel stärker, als sein Vater war!

Daß er stets blutbesprengten Raub zurückVon dem Erschlagnen bring', und seiner oftDie Mutter sich erfreu' in ihrem Sinn!