51
Der seiner Näherung geharcet hätt';
Entgegen wandelten sie insgesammt.
Er aber stieg auf seinen Thron empor.
Doch Juno, der es unverholen war,
Wie heute Thetis, mit dem Silbersaum, 760
Des greisen Meergotts Tochter, Rath mit ihmGepflogen, Hub also zu hadern an:
Wer pflog, du Ränkesinncr, Rath mit dir?
Stets freut es dich, von meiner Seit' entfernt,Verborgnes zu beschließen! Nimmer hast 765
Du mir dein Dichten willig kund gethan!
Der Götter und der Menschen Vater riesHierauf ihr zu: Vergebens trachtest du,
In meinen Rath zu dringen. Schwer wird diesGeschäft dir seyn, obschon du Gattinn bist! 77g
Nur das, was dir zu wissen sich geziemt,
Soll weder Gott, noch Sterblicher zuvor,
Denn du, erfahren. Aber was allein,
Und sonder die Olympcr ich entwarf,
Nach diesem frag' und forsche nimmermehr! 775
Und die erhabne, dunkeläugigeGemahlin» sprach: Welch eine Red' entfuhrDir, ungestümer Kronion, anitzt?
Nie Hab' ich vormals dich befragt, noch dichErforscht, und du berathest immerdar in Ruh', 780Was dir behagt. Doch itzt befahr' ich fastIn mir, daß Thetis, mit dem Silbersaum,
Des greisen Meergotts Tochter, dich berückt.
Denn um das Morgenroth saß sie vor dir,
Und hielt dein Knie umschlungen. Ihr hast du
4 *
785