Allegorien verhüllt; da es die Gottheit fürzeitgemäß hielt, diese lehre noch nicht offenund unumwunden bekannt zu machen.
Die Beweise der Anweisungen und Vor-schriften zur wahren Seligkeit so verblümt vor-getragen, waren dem Verstände des dumpfen,einfältigen und ungebildete» Hausens durchausunverständlich und ei» verschlossenes Buch, undsind es bis aus unsere Tage. Um also diesen fürdieselben lehren zu gewinnen und zu erwär-men, und den lehrer als göttlichen Gesandtenzu beglaubigen, waren ganz andere Beweis-mittel uöthig. Da der rohe, unverfeinerteVerstand keine Empfänglichkeit' hat, ab-strakte Wahrheiten zu erfassen; so mußteauf die Sinne, welche der ungebildete Menschin eben der Vollkommenheit besitzt, als derverfeinerte und gebildete, gewirkt werden.Der lehrer der Welt mußte sich durch aus-fallende, ungewöhnliche, Staunen erregende,in die Sinne fallende Thaten auszeichnc».Keine Thaten aber ergreifen mehr die Sinne,und durch sie Herz und Verstand, als solche,welche dem gewöhnlichen und dem bekann-ten alltäglichen Gange der Natur entgegen-gesetzt sind: nämlich Wunder.
Sollte das Christenthum die lehre, Gottim Geisie und in der Wahrheit zu verehrenund anzubeten, welche alles Gepränge und