Wasser, wenn es in der freyen Brusthöhleenthalten war, vermöge seiner Schwere sichauf den tiefsten und niedrigste» Grund dieserHöhle, das ist auf das Zmergfell an denuntersten Rippen senken müssen, wo dennunmöglich aus der Stichwunde in dem obernTheile der Brust, gleich unter der Brust-warze, Wasser stießen konnte, wofern e6nicht in ungeheurer Menge darin vorhandenwar; was man aber schwerlich glauben kann,da dies Wasser sich in so kurzer Zeitfristerzeugt hatte. Einer der größten Wund-ärzte Großbrittannienö und Europas, Ben-jamin Bell'') schreibt daher vor, dieOperation des Bruststichs in der Brusiwas-sersucht bey horizontaler Lage des Krankenzu machen, um das Wasser aus der Brust-höhle zu leeren. Und Senac, einer dergelehrtesten und berühmtesten Aerzte Frank-reichs, nimmt den Ausstuß dcö Wassers ausBrustwuuden in der Nähe des Herzensals ein gewisses Kriterium vonj der Ver-letzung des Herzbeutels an °).
Sollte der Stich aber wirklich das Herzverwundet haben; so war diese Verwundung
b) Lchrbcgriff der Wundarzncykunst. 2. L'heil.
S. 36» - 374. Leipzig 1792.r) Pon den Krankheiten des Herzens. S. 84.Leipzig 1781.