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1 (1844) Gedichte
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Uber eine Dichterregel des Horaz.

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(.V. IV 99. 100).

Echön seyn, reichet nicht hin; auch würzig müssedas Lied seyn,

Und des Hörers Gcmüth locken, wohin cs nur will!"

Dieses Gchcimniß der Kunst verrietst ein unsterblicherMeister.

Jedem gelang auchdaö Lied, derdaS Gehcimniß ergriff.

Aber seit gestern verstehn die Krämer scholastischerSchönheit

Jene besiegende Kunst besser, als Stümper Horaz.

Lecke, so will man, die Form nur schönlich; ihr wäß-richtcr Inhalt

Mache nicht wohl und nicht weh, schmecke nicht sauernoch süß!

Deinem Genius Dank, daß er, o grübelnder Schiller,

Nicht das Regelgcbau, daß du erbauet, bewohnt!

Traun! wir hätten alsdann an dir, statt Fülle desNcichthums,

Die uns nährt und erquickt, einen gar luftigen Schatz.