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„O Maid, willst du mein Leibbursch seyn,Und heißen Er, statt Sie,
So kürz' dein seidnes Röcklein dirHalb zollbreit über'm Knie.
So kürz' dein goldncs Härlcin dirHalb zollbreit über'm Ang'!
Dann magst du wohl mein Leibbursch seyn;Denn also ist es Brauch. " —
Beiher lief sie den ganzen Tag,
Beiher im Sonnenstrahl;
Doch sprach er nie so hold ein Wort:
Nun, Liebchen, reit' einmal!
Sie lief durch Heid- und Pfriemcnkraut,Lief barfuß neben an;
Doch sprach er nie so hold ein Wort:
O Liebchen, schuh' dich an! —
„Gemach, gemach, du trauter Graf!
Was jagst du so geschwind?
Ach, meinen armen, armen LeibZersprengt mir sonst dein Kind." —
„Ho, Maid, siehst du das Wasser dort,Dem Bruck' und Steg gebricht?" —
„O Gott, Graf Walter, schone mein!Denn schwimmen kann ich nicht."