Volkers Schwmrenlied.
Tonst schlug die Lieb' aus mir so Helle,Wie eine Nachtigall am Quelle.
Nun hat sic meine Kunst geirrt,
Daß jeder Laut zum Seufzer wird.
Q Liebe, wundersüßes Wesen,
Wovon die Kranken oft genesen,
Ja, Todte schier vom Grab' erstehn,
Mich drängest du, in's Grab zu gehn! —
Im Busen hegt' ich dich so lange,
Wie Jener die erstarrte Schlange.
Dem Busen, der ihr Leben bot,
Gab sie zum Lohne Schmerz und Tod.
Nun, süße Mörderin» des Lebens,
O Molch, laß nur nicht vergebensMein Flchn, mein letztes Flehen seyn!Vergiß nicht, ach, vergiß nicht mein !
Auf meiner Gruft, wo ich verwese,
Will ich, daß sanftes Mitleid lese:
„ Wie Volker, liebt' und litt kein Mann;Der Hoffnungslose starb daran."