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1 (1844) Gedichte
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O Lieber, so sprach sic, so sang sie zu mir,

O Theurer, was sollt' ich nicht lieben an dir?

Bist süß mir an Leibes- und Licbcsgcstalt,

Doch thcurcr durch'S Herz, das im Busen dir wallt."

Lieb Liebchen, waö thätest du, hätte dir NothDaS Eine sür's Andre zu missen gedroht?

Sprich! Bliebe mein liebendes Herz dein Gewinn?Sprich! Gäbst du sür Treue das Übrige hin?"

Ein goldener Becher gibt lieblichen Schein;

Doch süßeres Labsal gewähret der Wein.

Ach, bliebe der labende Wein mein Gewinn,

So gab' ich den goldenen Becher wohl hin."

O Molly, lieb Liebchen, wie wär' es bestellt,Durchstrichen noch üppige Feen die Welt,

Die Schönste der Schönsten entbrennte zu mir,

Und legte mir Schlingen, und raubte mich dir;

Und führte mich aus ihr bezaubertes Schloß,

Und ließe nicht eher mich ledig und los,

Als bis ich in Liebe mich zu ihr gesellt;

Wie wär' es um deine Verzeihung bestellt?"

Ach! Fragtest du vor der so schmählichen ThatDein ängstlich bekümmertes Mädchen um Rath,

So ricth' ich: Bedenke mein Kleinod, mein Glück!Komm nimmer mir, oder mit Treue zurück!"

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