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1 (1844) Gedichte
Entstehung
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241
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Die Sonn' ist zwar die Königin» der Erden.

Das sey hiermit höchst feierlich erklärt!

Ich wäre ja von ihr bcglänzt zu werden,

Verneint' ich dies, nicht eine Stunde wcrth.

Wer aber kann, wann sie im StrahlenwagcnEinher an blauer Himmclsstraße zieht,

Die Glorie in seinem Aug' ertragen,

Die ihre königliche Stirn umgliiht?

Du, lieber Mond, bist schwächer zwar und kleiner,Ein Kleid, nur recht und schlecht, bekleidet dich;Allein du bist so mehr, wie Unsereiner,

Und dieses ist gerade recht für mich.

Ich würde mich fürwahr nicht unterstehen,

Mit ihrer hocherhabncn MajestätSo brüderlich und traulich umzugehcn,

Wie man noch wohl mit dir sich untersteht.

Die Sonne mag uns tausend Segen schenken.

Das wissen wir, und danken'ö herzlich ihr.

Doch weiß sie auch es wieder cinzntränken,

Und sengt und brennt oft desto baß dafür.

Du aber, aller Crcaturen Freude,

Den jeder Mund so treu und froh begrüßt,

Bist immer gut, thust nimmer was zu Leide,

Kein Biedermann hat je durch dich gebüßt.

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