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1 (1844) Gedichte
Entstehung
Seite
191
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Denn, o Gott, in Christcnlandcn,Auf der Erde weit und breit,

Ist ja kein Altar vorhanden,Welcher unsre Liebe weiht.

Tief in Kerkers Nacht, belastet,

Wie von Ketten, centnerschwcr,

Stöhnt mein Geist nun, tappt und tastetOhne Rath und That umher.

Nirgends ist ein Spalt nur offenFür der Hoffnung Labeschein;

Und auch Wünschen oder HoffenScheint Verbrechen gar zu seyn.

Ich erstarre, ich verstumme,

In Verzweiflung tief versenkt,

Wann mein Herz die LeidcnsummeDieser Liebe überdenkt.

Nichts, ach! nichts weiß ich zu sagen,Im Bewußtsein dieser Schuld,

Nichts zu murren, nichts zu klagen;Dennoch mangelt mir Geduld!

Wie wird mir so herzlich bange,

Wie so heiß und wieder kalt,

Wann in diesem Sturm und DrangeKeuchend meine Seele wallt!