15!
Ein Junker, in Flor und in Trauergcwand,
Trug Fackel und Lcichcngcdeck in der Hand,
Trug einen zerbrochenen blutigen Ring,
Und legt' es darnieder stillschweigend und ging.
Ihm folgt' ein Junker in Purpurgewand,
Der trug ein goldncs Geschirr in der Hand,Versehen mit Henkel und Deckel und Knaus,
Und oben ein königlich Siegel darauf.
Ihm folgt' ein Junker in Silbergewand,
Mit einem versiegelten Brief in der Hand,
Er gab der erstarrten Prinzessinn den Brief,
Und ging und neigte sich schweigend und tief.
Und als die erstarrte Prinzessinn den BriefErbrach, und mit rollenden Augen durchlief,Umflirrt' eS ihr Antlitz, wie Nebel und Duft;
Sic stürzte zusammen und schnappte nach Luft. —
Und als sie, mit zuckender strebender Kraft,
Sich wieder ermannt und dem Boden entlasst:„Juchheisa! da sprang sie, juchheisa! Trallah!Auf, lustig, Ihr Fiedler, mein Brauttag ist da!
Juchheisa! Ihr Fiedler, zum lustigen Tanz!
Mir schweben die Füße, mir flattert der Kranz!Nun tanzet, Ihr Prinzen, von nah' und von fern!Auf, lustig, Ihr Damen! Aus, lustig, Ihr Herrn !