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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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61 ,

Die Krankheit ist dein Heil, wenn sie dich leiblich mahnt.Daß Hcilsbedürftigkeit die kranke Seele ahnt.

62 ,

Sticht Achtung kannst du dem, der dich nicht achtet, schenken.Oder du mußt sogleich von dir geringer denken.

63 ,

Soviel du von der Gnad' Unedler wirst gespeist,

Das nimmst du zu am Leib und biißcst's ein am Geist.

64 ,

Ein Streben mag mit Lust den Strebenden betrügen.Doch das Erstrebte kann dem Geiste nie genügen.

65 .

Was einer tragen kann an Leid und auch an Lust,

Das wird erst einem Mann, wann cr's erfuhr, bewußt.

66 ,

Nicht allen alles, wenn nur einem eins gefällt,Und anderm anderes, so ist es gut bestellt.