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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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MH' ich deswegen dir vondaimen sic zu treiben,

Da ohn' einander ihr einmal nicht könnet bleiben?

Ich rathe nur, dich recht mit ihnen abznfinden,

So den Begriff von Lust und Sorge zu verbinden,

Daß du in ihnen mehr die Lust siehst, weil vorhandenSie einmal sind, und mehr die Sorge, wenn sie schwanden,

48,

Das Aergste drohet nicht der Welt von Geld und Gut,

Wo nur der Einzelne dafür Unwürd'ges thnt.

Das Aergste drohet da, wo es so weit gekommen,

Daß es zum Maßstab wird für jeden Werth genommen,

L danke Gott, daß du in einem Winkel stehst,

Wo dieser schrecklichsten Versuchung du entgehst,

Wo jeder zwar für sich nach eitlen Gütern trachtet,

Doch der verachtet noch nicht ist, der sie verachtet.

40,

Wer gegen seine Zeit ankämpfet, hat verlorenDie Müh, gewonnen nur den Namen eines Thoren,

Doch zur Entschädigung die Folgezeit mag preisenDen zeitlich-Thörichten vielleicht als ewig-Weisen,

80,

Dn zitterst vor der Nacht und bebest vor dem Tage,Solang' dein Glück du hast in einer äußern Lage,

Denn jede Nacht kann es mit einem Stoß zerrütten,Es jeder neue Tag mit einem Sturz verschütten,Rückcrt, Lehrgedicht. 33