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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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^ So fühlst du nicht die Lust, die wohnt in deiner Brust;

Doch wenn sie dir entfliegt, so fühlst du den Verlust.

So merkt, was einer strebt, die Welt nicht, weil er lebt :Sie merkt cs dann vielleicht, wenn man den Mann begrabt.

Der Zweig erschüttert bebt dem Vogel, der entschwebt;

! Fest steht der Stamm, indes ein Zweig sich senkt und hebt.

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46 .

Einst sprach ein frommer Mann, der stets im Geiste lebte,Der in der Nacht bald rang und bald im Lichte schwebte:

Herr, wenn dir immer so, wie mir zuweilen, ist,

Wenn in dir selber du so süß als in mir bist:

! So führest du ein allzuwonnigliches Leben.

Darauf hat Gott in ihm die Antwort ihm gegeben:

Wärst du im Kampfe nicht, du schmecktest nicht den Frieden,

!. Noch Süßes, wäre nicht auch Bittres dir beschicken.

^ Ich bin die Seligkeit, und fühlte selbst in mir

^ Die Seligwerdung nicht, fühlt' ich sie nicht in dir.

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Das heilige Sanskrit, das vorlängst sich verlorenVom Menschenmnnde, nennt drei Dinge zweigeboren.

Zuerst den Vogel, der als Ei zum erstenmaleGeboren ist, sodann zum andern aus der Schale.

Dann nennt es so den Zahn, der in des Menschen MundeErst schwächer einmal wächst, und dann auf festerm Grunde.

Znm dritten nennt es so den Weisen, den zumeistDie Mutter erst gebar, und wieder dann der Geist.