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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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39 .

Wer alles mag in Gott, in allem Gott betrachten,

Hat keinen Grund, ein Ding groß oder klein zu achten.

Wie sollte scheinen ihm ein Allergrößtes groß,

Da es ein Kleinstes ist vorm Einziggroßcn bloß?

Wie dürfte gelten ihm das Allerkleinste klein,

Da mit dem Größten es hat Gottes Geist gemein?

Nach deiner Einsicht nur erhebest du zumeistDas, was am klarsten dir abspicgclt Gottes Geist,

Je höher aber selbst wird deine Einsicht steigen.

Je klarer wird der Geist in allem dir sich zeigen.

Des Bösen Schein ist's, was des Guten Glanz verhält;Zerstör' das Bös' in dir, so siehst du gut die Welt,

w.

Solange du nur denkst, ohn' es in dir zu fühlen,

Wird ein Gedanke nur den andern weiter spülen.

Nicht wahr ist was dn denkst, nur was du fühlst ist wahr;Dnrch's Denken machst du dir nur das Gefühlte klar.

Was dn Gefühltes denkst, das wirst du auch behalten,

Und im Gedächtnis wird dir's ewig nicht veralten.

Das seinen Namen zwar vom Denken hat empfangen,Doch nur Gefühltes bleibt im Angedenken hangen,

it.

Weil du der ganzen Welt nicht kannst als Herrscher walten,Gib ganz sie auf! Schlimm ist von ihr ein Theil behalten,