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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Habt Dank, daß ihr geschont, solang' ich hier gewohnt!Kommt, erntet mm, nnd seid von Segen reich belohnt!

Die Aehren nicken drein im letzten Abendschein,

Geerntet wollen sie am nächsten Morgen sein.

Vor einem andern Klang verstummt der Wachtel Sang,Die Sicheln hämmert man das stille Dorf entlang.

O könnten wir es froh erwarten wie die reifen,

Wenn über Nacht man so wird uns die Sichel schleifen!

36 .

Ich habe doch genug des Schönen aller ArtAuf dieser eiligen Voriiberfahrt gewahrt,

Auf dieser eiligen Vvrübcrfahrt dnrch's Leben,

Genug, den Menschengeist über die Welt zu heben;

Genug des Göttlichen im Menschenangesicht,

Im Spiegel der Natur nnd Dichtung Zauberlicht.

Und wenn es mehr nicht war, so war es meine Schuld;Und daß es soviel war, ist Gottes große Hnld;

Die Stralen jener Hnld, die selbst das Ang' erschließen,Das eigensinnig sich dem Lichte will verschließen;

Den Augcndcckcl rührt der Himmelsknß gclind :

Sich, das ist Gottes Welt, und du bist Gottes Kind.

37 .

Von einer Seele träumt' ich, einer fernen lieben,

An die ich lange nicht gedacht nnd nicht geschrieben.

In der Erinnerung war mir das AngesichtErblichen, nnd nun zeigt' ein Traum cs mir ganz licht.