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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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1 .

Du fassest selbst nur halb, was du im Herze» sagst;

Und wenn du in ein Wort es nun zu fasse» wagst,

Wird es nur wieder halb darin sich fasse» lassen;

Wie soll der Hörer ganz dis halbe Halbe fassen?

Er faßt soviel er mag und macht es ganz in sich,

Faßt dis auch halb, und glaubt nun ganz zu fassen dich.

2 .

Die Leier immer hängt gestimmt in meiner Klause,

Und wartet, welch ein Sturm durch ihre Saiten brause.

Bald ist's des Himmels Sturm, der die Akkorde greift,Und bald des Dichters Geist, der sie im Fluge streift.

Wem, du, o Sturm der Nacht, aufspielest, hör' ich zu;Und bist du müd', und ich will spielen, höre du!

Geheimnisse der Nacht hast du mir vorgesungen,

Nun hör' ein Lied aus Menscheubusensdämmerungcn.