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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Die Liebe schickt vielleicht dir ein Paar Thräncn mich,Doch auf der großen Reis' ist dis Geleite schwach.

Ein gut Gewissen nur wird bei der Hand dich fassen,Rur der Geleitsmann wird dich nimmermehr verlassen

Und was du Gutes hast voransgesandt mit Beten,Tritt dir entgegen dort und wird dich dort vertreten.

81 ,

Du thust, beglückter Freund, ein Büchlein leichter ab.Sobald sich dir der Gründ' Unhaltbarkeit ergab.

Ich habe länger mich damit hcrnmznschlagen,

Weil mich die Meinungen mehr als die Gründe plagen.

Die Meinungen, ob ans ob ohne Grund sie stehn,

Ziehn oder stoßen mich, dem kann ich nicht entgehn.

Ich frage nicht, warum, nur was und wie man's meint,Und wie dis Meinen dann mit meinem sich vereint.

Und dieser Mcinnngstrcit ist schwerer mir zu schlichten,Als siegreich dir ein Heer von Gründen zu vernichten.

82 ,

Um Neujahr hattest du, wie mir dein Büchlein sagt,Gedanken, die mich auch um jene Zeit geplagt;

Nur mit dem Unterschied: du hast daraus, ersonnenEin Lehrgebänd' und ich nur Lieder draus gesponnen.

Nun aber find' ich, daß bei dir gar wirr und krausDas anssieht, was bei mir sich nimmt ganz menschlich aus.

Warum? Du hast umsonst gesucht ZusammenhangDes Sinns, wo mir genügt des Tons Zusammenklang,