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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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I.

Die Sonne steigt, mit Gott! und golden ist der Osten;

Sie tritt ihr Tagwerk an, und ich an meinen Posten.

Sie will der Welt herauf neu führen einen Tag :

Und Schönes bring' ich euch, so viel ich noch vermag,

O bring es schnell, mein Geist! der Tag ist kurz gemessen,Herbst ist nun, doch so klar, daß ich mich freue dessen.

Kahl ist der Rosenstrauch, die Rosen sind vergessen.

Doch sanft im Frühglanz wankt der Wipfel der Zipressen.

Wenn nur für fremde Lust dein Wirken ist bestrebt.

Kein Frohgefllhl die Brust dabei dir selbst erhebt.

Auch du nicht deine Lust am Thun der Andern hast,

So ist dir, was du thnst und sic thnn, eine Last,

Komm, und mit Heiterkeit den Drang des Lebens würze!Nicht über Hals und Kopf dumpf in den Wirbel stürze!

Es steht bei dir, daß aus der Welt MühseligkeitIn jedem Augenblick dir aufblüh' Seligkeit,