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Wenn du vollkommen wärst, wär' anch die Welt vollkommen,Die Unvollkommenheit war' ihr von dir genommen.
Sie will Vollkommenheit nur mit dir selbst empfahn,
Und du bist noch so weit zurück auf dieser Bahn.
Dank' ihr, daß sie mit dir will halten gleichen Schritt,
Und spute dich, daß sie auch vorwertS kommt damit!
18 .
O glaube nicht, daß du nicht seiest mitgezählt;
Die Weltzahl ist nicht voll, wenn deine Ziffer fehlt.
Die große Rechnung zwar ist ohne dich gemacht,Allein du selber bist in Rechnung mit gebracht.
Ja mitgerechnet ist auf dich in alle Weise;
Dein kleiner Ring greift ein in jene größer» Kreise.
Zum Guten Schönen will vom Mangelhaften BösenDie Welt erlöst sein, und du sollst sie miterlösen.
Vom Bösen mache dich, vom Mangelhaften frei;Zur Gut' und Schöne so der Welten trägst dn bei.
19 .
Abhängig von der Welt mußt du dich nicht betrachten,
Doch auch nicht gegen deins das Recht der Welt verachten.
Nicht dn lebst und die Welt ist todt, nicht lebt die WeltUnd du bist todt; ihr seid zwei Leben gleichgestellt.
Magst du dich nun als Mann, sie sich als Weib verhalten,Mag weiblich dein Gemüth, der Weltgeist männlich walten:
Es sei nun, daß in dir die Welt sich cingebar,
Es sei, daß du in ihr dich selber stellest dar;