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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Bedenke, daß ein Gott in deinem Leide wohnt,

Und vor Entweihung sei der Tempel stets verschont,

Dn kränkst den Gott in dir, wenn du den Lüsten fröhncst,

Und mehr noch, wenn du in verkeimter Sclbstgual stöhnest,

Gott stieg herab, die Welt ,;n schann mit deinen Augen;

Ihm sollst du Opfcrdnft mit reinen Sinnen sangen.

Er ist, der in dir schaut und fühlt und denkt und spricht; ,

Drum was dn schaust, fühlst, denkst und sprichst, sei göttlich licht.

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Alswie der Mensch, so ist sein Gott, so ist sein Glaube,

Aus gcist'gem Acthcr bald, und bald aus Erdcnstanbe,

Doch doppelt ist der Gott, der Glaube doppelt auch.

Hier sclbstcntglommner Trieb, dort überkommner Brauch,

Das Eigenste wird ganz nie frei vom Angcnommncn,

Doch übt die Eigenheit ibr Recht am Uebcrkommncn,

Man reißt das Haus nicht ein, das Lätcr uns gebaut,

Doch richtet man sich's ein, wie man's am liebsten schaut.

Und räumt inan nicht binweg ehrwürdige Ahncnbilder,Durch Deutung macht man sie und durch Umgebung milder.

Des Glaubens Bilder sind unendlich nmzndcuten.

Das macht so brauchbar sic bei so vcrscbicdnen Leuten,

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Wenn du nur die Natur, wenn dn nur die GeschichteBefragtest, was dir die und die von Gott berichte;