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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Seite
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Wer Furcht vor keinem hegt, Furcht keinem auch erregt.Sieht den furchtbaren Tod von keiner Furcht bewegt.

Wer keine Lust verstört, wen keine Lust bethört, '

Erlangt die höchste Lust, wo alle Lust aufhört,

Wein hoch und niedrig gleich, gleichviel ist hart und weich,Gleichgiltig reich und arm, der ist in Arinuth reich.

Wer Lieb' mit Lieb' umfaßt und selbst den Haß nicht haßt.Der ist ;u Hanse dort, hier auf der Welt ein Gast,

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Ich freue jeden Tag dem Abend mich entgegen.

Und jede Nacht im Traum mich auf den Mvrgcnsegc».

Ich freue still mich mit nnnngestümcr Lust,

Nicht ungeduldig ist die Freud' in meiner Brust,

Ich freu' mich auf die Stund' und auf den Augenblick,

Auf groß und kleines, mein und anderer Geschick,

Vom Herbst den Winter durch freu' ich dem Len; mich ;n.Und ans dem Sommer durch den Herbst zur Winterruh,

Ich freu mich durch des Jahrs und durch des Lebens Zeit,Und aus der Zeit hinaus mich in die Ewigkeit.

Zum Milden sprach ein Freund: Du mußt die Mild' oblegen.Die dich verarmen macht. Der Milde sprach dagegen:

Zur Milde Hab' ich mich gewöhnt nach Gottes Bilde,

Und seine Mild' har sich gewöhnt an meine Milde,