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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Burg Sax im K. St. Gallen.

An Leib und Seel ihm nichts gebricht,Er wär ein stolzer Degen,

Hätt er zuviel nur Eines nicht,

Zu viel, das ist kein Segen:

Ach, an dem Wohlgestalten KopfDes edeln Ritters hieng ein Kropf,Der blieb' wohl untcrwegen!

Doch leider mit ihm wandelt erZu Hof und in die Städte,

Macht ihm die Liebcsseufzer schwerUnd steigt mit ihm zu Bette,

Er zieht ihn auf den Boden schierUnd drückt beim festlichen TurnierAls Spange mehr und Kette.

Da kreuzten wohl die Fräulein sich,So gut den Sper er führte,

Bis eine endlich, tugcndlichUnd arm, ein Mitleid spürte;

Dem Ritter that cs selber leid,

Als ihm den Hals die schöne MaidNoch vor dem Mund berührte.

Er zieht mit ihr ins hohe SchloßIm Forst auf Felsengrunde:

Dort zeiget ihr der EhgenoßDie Güter in der Runde;

Sie lebt in Freud und Ueberfluß,Drum trägt sie gern den UeberschußAn ihres Herren Schlunde.

Und schöne Kinder lächeln ihr,

Dem Ritter gleich gestaltet,

Nur daß der Köpfe schmucke ZierAuf schlanken Hälsen waltet;

Doch nimmt der Vater sie aufs Knie,Den schweren Athen: fürchten sie,

Daß er die Stirne faltet.