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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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A a r g a u.

193. Die Aargauer Lieben.

Im Aergäu sind zwen Liebi,

Die hättet enandere gern.

Und der jung Chnab zog zue Chricgi;

Wen chunt er wiedrum hei?

Ufs Johr im andere Summer,

Wenn d'Stüdcli träge Laub.

Und das Johr, und bas war ume,

Der jung Chnab ist wiedrum hei.

Er zog durs GLßeli ufc,

Wos schön Ann im Fenstcrli lag.

„Gott grücfi di du Hübschi, du Fini,

Von Herze gcfallsch mer du wol." —

„Was soll i dir denn noh gfallc?

Ha scho langst en andere Ma.

„Ne hübsche und ne richc,

Der mi wol erhalte cha."

Er zog durs Gäßeli abcUnd weinet und truret so sehr.

Do begegnet im feinere Frau Mueter:

„Was weinisch und trurisch so sehr?"

„Was sott i nid weinen und trurc,

I ha jo keis Schätzeli ineh."

„Wärsch du dchcime bliebe

So hättiscb dis Schätzeli noh."

^ Volkslied