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Auc, ft bei Basel.
192. Drr arme Leonhard.
Welcher Jüngling rein und unbefleckt istUnd dazu so uncrschrockncn Herzens,
Daß er dreimal küsst die Schlangcnjungfrau,Ob zwei schwarze HLllenhundc bellen:
Den erwarten in dem SchlaufgcwölbcZwischen Augst und Basel große SchätzeUnd die Hand der schönsten Königstochter!
Eines armen Schneiders Sohn, mit NamenLeonhard, einfältgen, schlichten SinnesUnd der Sprache kaum, als Stottrer, mächtig,Der ist in dem unterirdschen GangeWeiter als ein Andrer fortgeschrittenUnd berichtet wunderbare Dinge,
Die er da erlebt hat und erfahren.
Ein geweihtes Wachslicht in den Händen,Um die bösen Geister fern zn halten,
Kam er erst durch eine Eisenpforte,
Dann aus einer Wölbung in die andre,
Endlich auch in lustge grüne Gärten.
Aber in der Mitte hat ein herrlich,Wohlerbautes Fürstcnschloß gestanden —
Eine schöne Jungfrau in dem Schloße,
Die zu Häupten trug die goldne Krone:Menschlich schien sie bis zur Hüfte nieder,
Aber abwärts eine Grcuelschlange.
Diese Jungfrau hieß ihn froh willkommen,Führt' ihn hin zu einer Eisenkistc,
Wo zwei schwarze Hunde bellend lagen,
Daß den Schätzen Niemand nahen durfte.
Doch gebietend stillte sie die Hunde,
Nahm von einem Schlüßclbund den Schlüße!,Schloß den Kasten auf und gab ihm Münzen,