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A r n s p e r g.
Der Köhler trinkt. Zwar rieseln bei dem WortGeheime Schauer ihm durch alle Glieder;
Doch bannt des Weines Zauber bald sie fortUnd Kraft und Muth und Frohsinn kehren wieder.
Und selber füllt er jetzt den Becher an,
Und reicht mit heitrer Miene ihn dem Alten:
„Allein zu trinken hat nie gut gethan,
Ein wackrer Gastfreund muß sich zu mir halten I"
Des Alten Auge wird verklärt, er trinkt;
„Hab Dank, o Freund, ob des Erlösungswortes,
Und daß dir diese Stunde Segen bringtGedenk des Königsweines und des Ortes."
Er sprach es, und verschwand, mit ihm verschwandPocal und Faß; das Frühroth hob den Schleier.
Der Köhler auf dem alten Wege standUnd dachte an das seltne Abenteuer.
Er sann und fand die Deutung für das Wort,Weinreben Pflanzt er hin an Arnspergs Grunde:
Der brachte reiche Schätze ihm sofort,
Das war der Segen ihm von jener Stunde. —
— Das Mädchen schwieg, die Gläser füllt ich anUnd sprach, indem ich eines ihm credenzte:
„Allein zu trinken hat nie gut gethan!"
Sie that Bescheid, das schöne Auge glänzte."
Und wie so reizend war das Lippenpaar,
Indem es nippend mir den Wein versüßte,
Da deuchte mich, daß doppelt reizend garIm heißen Liebeskuss es werden müste.
Erproben wollt ich meinen stillen Satz,
Da lief sie fort — verschwunden war die Kleine.
Der Köhler fand, und ich verlor den Schatz:
So wechseln Mcnschenlooße selbst beim Weine.
Dräx slcr-Ma n fred.
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