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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Schloß Trifels im Annweiler Thal.

Stumm liegt die See, als ob die GlutDer Rache wieder schliefe,

Glatt ist die Flut, im Mondschein ruhtDie unermeßne Tiefe —

Die Binsen im Kreise nur leiseFlüstern verstohlener Weise.

A. Sch netzt er.

161. Richard Löiveicherz.

Der Wächter an der Zinne. ,

Diese Weis und immer diese,

Tag und Nacht

Singt der König im Verliese

Bis der Morgen lacht.

Sieh, schon durch des Schwarzwalds ForchenBlickt sein Stral,

Seinem Winke zu gehorchenEilen Berg und Thal.

Möcht er dem die Freiheit bringen,

Der mit schwinden: SchwertesschwangWeiß die Heiden zu bezwingenUnd die Herzen mit Gesang.

Blondel.

Löwenherz, von dir crfundnenLiedestvn

Sang ich nun am vielgewundncnRheine lange schon.

Dich mit Liedern auszuforschenNicht gelang,

Nie erwiedern mir die morschenThürme den Gesang.

Horch doch, ist es nicht.die Weise,

Die von jener Zinne dringt?

Fiel sie hier so tief im Preise,

Daß sie schon der Wächter singt?